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Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

die Gemeinde Ottendorf-Okrilla mit ihren Ortsteilen Grünberg, Hermsdorf, Medingen und Ottendorf-Okrilla legt ihr Augenmerk vor allem auf eine nachhaltige Entwicklung. Das Nutzen von Stärken und der Abbau von Schwächen in ganz unterschiedlichen Handlungsfeldern ist dabei ein zentraler Baustein. Die Anpassung an den demografischen Wandel, die Nutzung vorhandener Baupotentiale in den Orten, die Sicherung der Wirtschaftskraft oder die Qualifizierung touristischer Angebote sind dabei nur einige Themen, welche in den kommenden Jahren und darüber hinaus von Bedeutung sind. Diese teils komplexen Prozesse können durch ein Ortsentwicklungskonzept aufgearbeitet und in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Mit dem Planungsbüro Schubert aus Radeberg wurde die Erstellung einer solchen Konzeption für unsere Gemeinde umgesetzt. Besonders wichtig für eine nachhaltige Entwicklung war die aktive Einbeziehung interessierter und engagierter Bürger.

Michael Langwald
Bürgermeister

 

Auftaktveranstaltung 13.06.2017

Am 13.06.2017 trafen sich mehr als 80 interessierte Einwohner der Gemeinde Ottendorf-Okrilla zur Auftaktveranstaltung im Projekt zur Erstellung eines Entwicklungs- und Handlungskonzeptes für alle vier Ortsteile. Dabei stellte sich das federführende Planungsbüro Schubert aus Radeberg vor. Im folgenden Vortrag wurden die Anwesenden über die grundlegenden Bestandteile eines Entwicklungskonzeptes informiert. Desweiteren erhielten sie Informationen zu den Zielen des Konzeptes in Ottendorf, den betrachteten Handlungsfeldern und dem groben Zeitplan der Erstellung. Anschließend waren die Teilnehmer der Veranstaltung gefragt. Wo sehen sie Schwerpunkte für die Entwicklung der Gemeinde in den kommenden Jahren und Jahrzehnten? Auf Karteikarten konnten sie ihre Antworten niederschreiben. Im Anschluss wurden die Karten gesammelt, thematisch sortiert und die Ergebnisse kurz vorgestellt. Prioritäten sehen die Einwohner dabei im Bereich Verkehr, Infrastruktur, Städtebau und Wohnen. In Workshops sollen diese Themen in der nächsten Zeit noch weiter vertieft werden. Damit ist der Anfang des Prozesses gemacht. Die Gemeinde Ottendorf-Okrilla freut sich auf den weiteren Verlauf des Projektes.

Workshop Hermsdorf 16.08.2017
Workshop Grünberg 24.08.2017
Workshop Medingen 30.08.2017
Workshop Ottendorf-Okrilla 06.09.2017
Zusammenfassung Zielstellungen OEK
Kinder und Jugendliche erarbeiten ihre Zukunftsvision für Ottendorf-Okrilla

Es wurde im Dezember 2017 höchste Zeit, auch die Kinder und Jugendlichen zum Thema Ortsentwicklungskonzept zu befragen und als Experten in eigener Sache anzuhören. Komplexe Planungsprozesse wie das Ortsentwicklungskonzept müssen für Kinder und Jugendliche heruntergebrochen und altersgerecht aufgearbeitet werden, damit diese sich aktiv beteiligen können. Dieser Aufgabe nahm sich die Steuerungsgruppe „Jugendarbeit in Ottendorf-Okrilla“ in der Gemeinde an. Unter Leitung von Schulsozialpädagogin Antje Krieck starteten die Ortsforscher eine Wunschbaum-Aktion für die Oberschüler. An einem bunten Weihnachtsbaum aus Papier konnten die Jugendlichen ihre Wünsche vermerken und anhängen. Dank der Unterstützung der Oberschule konnte eine Kurzbefragung in den Klassen fünf bis neun erfolgen. Auch die Kinderräte der Horte thematisierten die Anliegen der Kinder in den einzelnen Ortsteilen. Innerhalb des Programms „Demokratie in Kinderhand“, an dem die Gemeinde Ottendorf-Okrilla seit August 2017 teilnimmt, führte die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Workshops durch. Zuerst wurden alle Spiel- und Freizeitmöglichkeiten im Ort gesammelt. In der Kritikphase erfassten die Kinder mit Hilfe eines Meckermonsters alle Punkte, die sie in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld stören. In der anschließenden Visionsphase schrieben und malten die Kinder ihre Wünsche und Ideen für die Wunschfee auf. Aufbauend auf den Ergebnissen der Workshops fand eine schriftliche Befragung aller Grundschüler der 2. bis 4. Klasse statt. Die meisten Vorschläge hatten die Kinder und Jugendlichen in den Themenbereichen Tourismus, Kultur, Erholung und Sport. Freizeitangebote wie Kino, Schwimmbad und Sporthalle standen bei allen Altersgruppen ganz oben auf der Wunschliste. Die jüngeren Kinder vermissten außerdem Spielplätze und Klettermöglichkeiten. Die Jugendlichen hingegen favorisierten eine Parcours- und Skateanlage. Als wichtig erachteten die Jugendlichen zudem die Ansiedlung von mehr Drogerie- & Modegeschäften. Auch beim Thema Verkehr gab es verschiedene Verbesserungsvorschläge. So sollen die Radwege ausgebaut und die Verkehrssicherheit durch Zebrastreifen und Tempolimit optimiert werden. Aber auch auf die Umwelt wurde der Fokus gerichtet. Es sollen mehr Grünanlagen entstehen, die Sauberkeit in der Gemeinde verbessert werden und, mit Blick auf die Zukunft, soll es Tankstellen für Elektroautos und schnelleres Internet geben. Insgesamt haben sich mehr als 500 Kinder und Jugendliche an der Befragung beteiligt. Alle Ergebnisse wurden entsprechend aufbereitet und dem Planungsbüro Schubert für das Ortsentwicklungskonzept zur Verfügung gestellt. Auf der Grundlage der Beteiligung von Kinder und Jugendlichen an dem Ortsentwicklungsplan ist es der Kommune möglich, zukunftsweisende Entscheidungen für die nachwachsende Generation zu treffen.

Entwicklungs- und Handlungskonzept

Nach Abschluss der Bürgerbeiteiligung erfolgte durch das Planungsbüro Schubert die Erarbeitung des Handlungskonzeptes mit konkreten Handlungsempfehlungen und Maßnahmebeispielen. Abschließend erfolgte der Beschluss im Gemeinderat am 07.05.2018. Mit der Ortsentwicklungskonzeption bindet sich die Gemeinde an die kurz-, mittel- und langfristige Umsetzung des Konzeptes.